2019 12 03 Abschnittsübung Abschnitt 2 033Unter der Führung von BR Adolf M. Binder wurde die diesjährige Abschnittsübung, des Bezirksfeuerwehrabschnittes 2 im Bereich des Schwimmbads Mattersburg abgeführt. Schwerpunkt der Übung lag darin, den Umgang mit der Gefahrgutausrüstung und den Schutzanzügen zu trainieren.

Die Stadtfeuerwehr Mattersburg wurde gegen 16:30 Uhr per stillen Alarm mit der Meldung „Chlorgasunfall im Freibad Mattersburg“ alarmiert. Die ausrückenden Kräfte besetzten die Fahrzeuge gemäß Ausrückordnung.

 

Nach Lageerkundung durch den Einsatzleiter stellte sich folgende Schadenslage dar:

Aufgrund eines elektrischen Kurzschlusses im Technikraum „Groß“, entwickelte sich schnell ein Brandgeschehen mit hoher Rauchdichte. Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs befanden sich Techniker in diesem Bereich. Der anwesende Bademeister (Gemeindebediensteter), alarmierte umgehend die Einsatzkräfte und versuchte, die noch im Chlorgasraum befindlichen Gasflaschen, an einen gesicherten Ort zu verbringen. Dieses Vorhaben misslang. Eine der Flaschen kippte um und das Flaschenventil riss ab. Der Gemeindebedienstete wurde auf Grund des Gasaustritts bewusstlos.

Der erste Einsatzbefehl lautete Rettung der vermissten Personen im Technikraum und anschließende Brandbekämpfung unter schweren Atemschutz. Der zweite Befehl lautete unter Schutzstufe 3 Rettung der Person und Abdichten der Chlorgasflasche und Dekontaminationsplatz aufbauen.

Abschnittskommandant BR Binder erhöhte aufgrund der Lagedarstellung die Alarmstufe und ließ über die Landessicherheitszentrale Burgenland den Abschnittsalarm für den Abschnitt 2 auslösen. Zeitgleich wurde die Einsatzleitung aufgebaut, um den nachfolgenden Kräften ihren Einsatzraum bereits auf der Anfahrt zuzuordnen.

Insgesamt wurden zwei Einsatzabschnitte mit folgenden Schwerpunkten gebildet:

  • Einsatzabschnitt 1 – „Gefahrgut“
  • Einsatzabschnitt 2 – Brand

Die Einsatzabschnitte wurden mit einsatzerfahrenen Offizieren besetzt. Die notwendigen personellen und materiellen Ressourcen wurden aufgrund der Anforderungen der Einsatzabschnittskommandanten zugewiesen. Schwerpunkt im Bereich Gefahrgut war der Aufbau eines Dekontaminationsplatzes und die notwendige Bereitstellung des benötigten Gefahrgutmaterials inkl. Schutzanzugträger der Schutzstufen 2 + 3.

Im Bereich der Brandbekämpfung wurde umgehend ein Atemschutzsammelplatz eingerichtet und notwendige Atemschutzreserven gebildet. Die benötigte Atemluft wurde durch den Kompressor des Tauchdienstfahrzeugs Burgenland sichergestellt. Um genügend Löschwasser bereit zu halten, wurde eine Saugstelle mittels Tragkraftspritze im Nahbereich der „Wulka“ eingerichtet. Aufgrund der weiteren Ausbreitung des Brandgeschehens mussten die angrenzten Gebäude durch einen umfassenden Außenangriff gesichert werden. Insgesamt wurden rund 70 Einsatzkräfte und 11 Fahrzeuge eingesetzt.

Nach Übungsende verlegten die Einsatzkräfte ins Feuerwehrhaus Mattersburg, zur weiteren Einsatznachbesprechung. BR Adolf M. Binder bedankte sich bei den Feuerwehrmitgliedern für den professionellen Ablauf der Übung. Die einzelnen teilnehmenden Gruppen, werden aufgrund ihres Einsatzauftrages eine separate Einsatznachbesprechung durchführen, um die Effizienz von Einsatzroutinen zu evaluieren.

Im Anschluss bedankten sich die politischen Vertreter der Stadtgemeinde Mattersburg, Stadträtin Claudia Schlager und Amtmann Karl Aufner, bei den Feuerwehren des Abschnittes 2 für die gute Zusammenarbeit auch über den normalen Einsatzbereich hinaus. Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Adolf Binder war ebenfalls als Übungsbeobachter anwesend und bedankte sich bei den Übungsteilnehmern für den gezeigten Einsatz. Als kleines Dankeschön seitens der Gemeinde, wurden die Einsatzkräfte zu einer kleinen Jause eingeladen. In angenehmer Atmosphäre wurde noch angeregt über das Erlebte diskutiert.

   

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